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30. Gewinnjahr in Folge (0)

Emirates Group verbessert Profitabilität

von Lutz Schmidt, 09.05.2018, 15:03

Die im Emirat Dubai beheimatete Emirates Group weist fürs Geschäftsjahr 2017/18 beeindruckende Ergebnisse aus. Die Profitabilität steigt nun wieder.

Emirates ist mit Abstand weltweit größter Betreiber solcher Boeing B-737-300ER – als auch des A-380 von Airbus.
Foto: Emirates

Die Emirates Group, deren größtes Einzelunternehmen die Fluggesellschaft Emirates ist, erreichte im am 31. März beendeten Geschäftsjahr 2017/18 einen Reingewinn von 4,1 Mrd. Emirati Dirham (1,1 Mrd. US-Dollar). Damit erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2016/17 der Gewinn um zwei Drittel – bei einem Umsatz anstieg von acht Prozent auf umgerechnet 27,9 Mrd. Dollar.

Eine starke Performance erreichte wieder einmal die nach eigenen Angaben weltgrößte Fluggesellschaft. Emirates erwirtschaftete einen Reingewinn in Höhe von 2,8 Mrd. Dirham (762 Mio. Dollar). Dies entspricht einer Steigerung von 124 Prozent. „Obwohl sich die Geschäftsbedingungen 2017/18 verbessert haben, sind sie weiterhin herausfordernd“, sagt Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive Emirates Airline & Group.

Im gerade beendeten Geschäftsjahr setzte Emirates Airline weniger stark auf die Expansion als auf das Füllen der eigenen Kapazitäten. So wurde das Angebot – gemessen in angebotenen Passagierkilometern – lediglich um zwei Prozent aufgestockt. Parallel dazu gelang es, den Sitzladefaktor von 75,1 auf 77,5 Prozetn zu steigern.

Wichtigster Markt für Emirates Airline ist und bleibt Europa. Dort erhöhte sich der erzielte Umsatz um zwölf Prozent auf 26,7 Mrd. Dirham (7,3 Mrd. Dollar). Mit der selben Prozentrate legte auch Ostasien/Australasien auf 25,4 Mrd. Dirham (6,9 Mrd. Dollar) zu. Im Heimatmarkt von Emirates – Naher und Mittlerer Osten – verringerte sich hingegen der Umsatz um zwei Prozent auf 8,5 Mrd. Dirham (2,3 Mrd. Euro).

Emirates Airline mit gigantischer Kerosinrechnung

Insgesamt erwirtschaftete Emirates Airline im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von 92,3 Mrd. Dirham (25,2 Mrd. Dollar). Der Rückgang des US-Dollar gegenüber anderen Währungen in Schlüsselmärkten von Emirates hatte dabei zum ersten Mal seit Jahren einen positiven Einfluss auf den Nettogewinn in Höhe von 661 Mio. Dirham (180 Mio. Dollar). Andererseits verteuerte sich der in Dollar gehandelte Kerosinpreis im Laufe des vergangenen Jahres um 18 Prozent. Kerosin ist mit mittlerweile 28 Prozent der Betriebskosten der größte Kostenblock bei Emirates.

Umso wichtiger ist es deswegen für die Fluggesellschaft, dass sie eine junge und treibstoffeffziente einsetzen kann. Mit einem Durchschnittsalter von 5,7 Jahren ist dies bislang gewährleistet. Im Geschäftsfjahr 2017/18 erhielt Emirates insgesamt neun neue Boeing B-777-300ER und acht Airbus A-380. Ausgemustert wurden im Gegenzug acht ältere Flugzeuge. Und: Es wird weiter munter in neues Fluggerät investiert. Bei Boeing wurden für einen Listenpreis von 15,1 Mrd. US-Dollar 40 B-787-10 (Dreamliner) geordert, bei Airbus 36 A-380 für 16 Mrd. Dollar. Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum sagt zum eingeschlagenen Kurs: „Wir haben auf Herausforderungen der einzelnen Konjunkturzyklen stets mit Agilität reagiert und dabei nie den Blick aus den Augen verloren.“

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