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Meeting- und Event-Barometer (0)

Deutschland baut Vorsprung bei Tagungen und Events aus

von Oliver Graue, 09.05.2018, 16:32

In Europa die Nummer 1 und weltweit die Nummer 2 hinter den USA: Auch 2017 ist die Zahl der Tagungsteilnehmer in Deutschland deutlich gestiegen. Besonders hoch ist das Plus bei den ausländischen Gästen.

GCB-Chef Matthias Schultze
Foto: Michael Pasternack/GCB

Deutschland wird als Standort für Tagungen, Kongresse, Messen und Events immer beliebter: Seit 2006 hat die Zahl der Teilnehmer von 292 Mio. auf nunmehr 405 Mio. zugelegt. Das ist ein Plus von 72 Prozent. Im vergangenen Jahr betrug der Zuwachs im Vergleich zu 2016 gut 2,8 Prozent. Diese Ergebnisse erbrachte das Meeting- und Event-Barometer, das jährlich vom German Convention Bureau (GCB) und vom Europäischen Verband der Veranstaltungszentren (EVVC) vorgenommen wird.

Vor allem legt Deutschland in der Popularität bei ausländischen Besuchern zu. Ihre Zahl ist seit 2006 sogar um 150 Prozent gestiegen: von 14,3 Mio. auf heute 36,5 Mio. Die meisten kommen zwar nach wie vor aus europäischen Staaten, doch das größte Wachstum wird bei Teilnehmern aus Asien – vor allem China und Japan – verzeichnet.

Kleinere Veranstaltungen im Minus

Ein weiterer Trend betrifft die Größe der Veranstaltungen. Immer weniger Events zählen bis zu 50 Teilnehmer: Ihre Zahl nahm in den vergangenen zehn Jahren um 13 Prozent ab. „Kleinere Veranstaltungen werden zunehmend virtuell durchgeführt“, begründet GCB-Chef Matthias Schultze diese Entwicklung. Stattdessen steigt die Anzahl der Großveranstaltungen.

Überhaupt hat das Thema „virtuell tagen“ an Geschwindigkeit zugenommen: Bereits jede vierte Veranstaltung enthält dem Meeting- und Eventbarometer zufolge zumindest virtuelle Elemente. Und 12 Prozent aller Events sind inzwischen sogar völlig virtuell.

Eventlocations gewinnen am deutlichsten

Zugenommen hat auch erneut die Zahl der Tagungsstätten in Deutschland. Insgesamt betrug der Zuwachs im vergangenen Jahr 1,3 Prozent. Doch während die Hotels wegen der abnehmenden Zahl kleinerer Veranstaltungen eher stabil bleiben, verzeichnen die Event-Locations ein Plus von 2,1 Prozent. Insgesamt allerdings dominieren die Hotels mit 46 Prozent nach wie vor den Markt. Es folgen die Event-Locations mit 30 Prozent vor den Veranstaltungszentren mit 24 Prozent.

Thematisch betrachtet geht es vor allem bei Ausstellungen und Festivitäten nach oben: Diese beiden Kategorien gewinnen am stärksten. Leichte Verluste hingegen verbüßen Events zu den Themenbereichen Kultur, Sport und Social Events. „Eindrucksvoll hoch“, so EVVC-Präsident Joachim König, bleibt die Zahl der Veranstaltungen mit Übernachtungen. Sie beträgt 61,3 Prozent.

Für die Zukunft erwarten die Veranstaltungsplaner und Anbieter ein weiteres Wachstum. Gut 65 Prozent beurteilen die Aussichten als „positiv“, während immerhin 28 Prozent von einer „unveränderten Situation“ ausgehen.

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