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Nach Konzernchef-Rücktritt (0)

Gewerkschaften pochen auf Gehaltsplus bei Air France

08.05.2018, 16:08

Vor dem Hintergrund der Führungskrise bei Air France-KLM sehen die französischen Gewerkschaften zunächst von weiteren Streiks ab. Über Gehaltserhöhungen solle jedoch weiter verhandelt werden.

Die Gewerkschaften erklärten nun in einem offenen Brief an die Unternehmensspitze, dass der Tarifkonflikt bei der Konzernsparte Air France weitergehe. Über die verlangten Gehaltserhöhungen solle rasch weiter verhandelt werden.

Konzernchef Jean-Marc Janaillac hatte am Freitag nach einer schweren Schlappe seinen Rücktritt angekündigt. Die Unternehmensführung lehnte unter Verweis auf diese Situation Verhandlungen für die nächste Zeit ab. Der Verwaltungsrat will kommende Woche eine Übergangslösung für die Konzernspitze präsentieren.

Janaillac geht, weil bei einer Mitarbeiterbefragung eine Mehrheit gegen den jüngsten Gehaltsvorschlag der Unternehmensführung gestimmt hatte. Das Air France 2 Prozent mehr Gehalt und weitere 5 Prozent über die kommenden drei Jahre angeboten. Die Gewerkschaften wollen dagegen eine sofortige Erhöhung um 5,1 Prozent und sehen sich nun gestärkt.

Einen zweitägigen Streik zum Beginn dieser Woche hatten sie trotz Janaillacs Ankündigung beibehalten. Am heutigen Dienstag fällt etwa jeder fünfte Air-France-Flug aus. Die Gewerkschafter legten nun aber zunächst nicht nach. 15 Streiktage seit Ende Februar haben die Airline nach eigenen Angaben bereits mindestens 300 Mio. Euro gekostet. (dpa)

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