Home

Proteste erwartet (0)

Auswärtiges Amt warnt vor Besuch der Jerusalemer Altstadt

11.05.2018, 14:38

Reisende sollten die Altstadt von Jerusalem meiden. Grund sind erwartete Proteste. Die Warnung des Auswärtigen Amtes gilt zunächst für mehrere Tage.

In den kommenden Tagen werden in der Altstadt von Jerusalem Proteste erwartet.
Foto: GettyImages

Vor der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem und den erwarteten Protesten Tausender in den Palästinenser-Gebieten hat Deutschlands Auswärtiges Amt vor dem Besuch der Altstadt in Jerusalem gewarnt. Es werde empfohlen, bis einschließlich Dienstag „nach Möglichkeit (davon) abzusehen“, in die Altstadt zu gehen, heißt es in einem aktuellen Sicherheitshinweis. US-Einrichtungen sollten am Montag gemieden werden. „Gewalttätige Ausschreitungen in Jerusalem, dem Westjordanland und im Gaza-Streifen sind nicht auszuschließen.“

Ein halbes Jahr nach der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt eröffnen die USA am Montag ihre Botschaft in Jerusalem. Es ist der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels. Parallel dazu werden Proteste der Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland erwartet. Sie gedenken dabei auch Hunderttausender, die während des ersten Nahost-Krieges 1948 flohen oder vertrieben wurden. Der Tag der Nakba (Katastrophe) ist am 15. Mai. Auch dann wird noch mit Protesten gerechnet.

Bereits am Sonntag, dem Jerusalem-Tag, werden voraussichtlich Tausende Israelis die Eroberung von Ost-Jerusalem während des Sechstagekrieges 1967 feiern. Sie laufen dabei traditionell auch durch das muslimische Viertel in der Jerusalemer Altstadt. Aktivisten hatten in der Vergangenheit von einer Provokation der Palästinenser gesprochen.

Israel hatte 1967 den östlichen Teil der Stadt erobert. Es beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt. Die Palästinenser wollen dagegen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen künftigen Staat Palästina. (dpa)

0 Leser-Kommentare

Google
Jetzt für Newsletter anmelden
  • Weitere Business Travel-News
Alle News im Überblick