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Hurrikan „Irma“ (0)

Veranstalter sagen Reisen ab

11.09.2017, 14:46

Es ist längst nicht ausgestanden: Über einen großen Teil von Florida ist Hurrikan „Irma“ hinweg. Auf Kuba sind die Schäden so schwerwiegend, dass TUI und Thomas Cook ihre Gäste zurückholen. Zudem werden Reisen abgesagt.

Hurrikan „Irma“ sorgte in Florida für schwere Schäden.
Foto: imago/UPI Photo

Wie DER Touristik mitteilte, werden bis zum 18. September keine neuen Gäste nach Florida und Kuba gebracht. Gäste, die eine Abreise in diesem Zeitraum gebucht hatten, erhalten den Reisepreis zurückerstattet oder können umbuchen.

„Pauschalreise-Gästen, die bereits in Florida oder Kuba sind, und die umbuchen oder nach Hause fliegen möchten, hilft die DER Touristik, je nach Wunsch, bei der Suche nach Urlaubsalternativen oder kümmert sich um die schnellstmögliche Heimreise“, heißt es.

TUI Deutschland teilte mit, dass sie rund 600 ihrer Kunden „so schnell wie möglich“ aus der vom Hurrikan „Irma“ verwüsteten kubanischen Nordküste ausfliege. Vor allem an der Nordküste rund um Varadero, dem wichtigsten Touristenzentrum der Insel, habe es teilweise schwere Schäden gegeben, teilte das Krisenzentrum des Konzerns mit.

Reisen nach Varadero mit Anreisedatum bis 18. September wurden abgesagt. Keine Schadensmeldungen liegen aus der weniger betroffenen Provinz Holguin vor. Unübersichtlich sei die Lage in der Hauptstadt Havanna.

Für den ebenfalls vom Tropensturm schwer heimgesuchten US-Bundesstaat Florida bietet der Konzern kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen für alle Anreisen bis 14. September. Vor Ort seien betroffene Gäste in Hotels in Orlando und Charlotte untergebracht und verpflegt worden.

Von der Karibik-Insel St. Martin wurden alle 14 deutschen Urlauber des Konzerns per Schiff nach Guadeloupe gebracht und anschließend nach Deutschland geflogen. Wieder Normalbetrieb herrsche dagegen in der Dominikanischen Republik.

Auch Thomas Cook teilte mit, dass Gäste aus den schwer beschädigten Gebieten im Norden Kubas (Cayo Cocos, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria und Varadero) schnellstmöglich zurückgeholt werden sollen. Zudem würden alle Reisen nach Varadero und Havanna sowie alle Rundreisen bis einschließlich 18. September abgesagt. Das gleiche gilt für Florida-Reisen.

Die Infrastruktur auf den der Nordküste Kubas vorgelagerten Inseln Cayo Cocos, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria sei zudem nachhaltig beschädigt worden. Alle Reisen bis zum 31. Oktober in diese Region werden abgesagt.

In der Dominikanischen Republik seien kaum Sturmschäden zu verzeichnen. Ein regulärer Hotelbetrieb sei gewährleitet. Ab sofort fänden alle Anreisen wie geplant statt. Gäste, die eine Reise in die Dominikanische Republik mit Anreisedatum bis einschließlich 12. September gebucht hätten, könnten diese noch kostenfrei stornieren oder umbuchen.

Stand der Dinge bei „Irma“

Der Hurrikan „Irma“ hat sich über Florida abgeschwächt, bleibt aber gefährlich. Der Sturm riss Dächer von Häusern, überflutete Straßen und kappte Stromleitungen. Es gab Berichte über Plünderungen und Einbrüche. 5,7 Mio. Haushalte in Florida waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Damit sind mehr als die Hälfte (58 Prozent) aller Haushalte in dem US-Bundesstaat ohne Elektrizität, wie der Katastrophenschutz in Tallahassee mitteilte. Es gab Berichte über Plünderungen und Einbrüche. Mindestens vier Menschen kamen bislang ums Leben.

Wie groß die Schäden am Ende sein werden, ist noch völlig unklar. In der Nacht zum Montag wurde der Hurrikan, der zuvor Kuba und andere Teile der Karibik heimgesucht hatte, auf die niedrigste Kategorie eins herabgestuft. Caribbean Tours teilte mit, dass landesweit Versorgungsteams mit Aufräumarbeiten beginnen würden, es derzeit aber keine Elektrizität oder Internet-Verbindung gebe. Das Mobilfunknetz scheine in den meisten Provinzen stabil und viele der Hotels seien momentan durch Notstromaggregate versorgt.

US-Medien schilderten aus mehreren Städten an der Ostküste des Bundesstaats Überfälle, viele der Täter seien bewaffnet. Die Polizei von Miami meldete 28 Festnahmen von mutmaßlichen Plünderern.

Zudem verhängte der umliegende Landkreis eine Ausgangssperre bis 7 Uhr. In der Stadt Weston wurde nach Angaben verschiedener lokaler Medien ein 17 Jahre alter Dieb von einem Sicherheitsbeamten angeschossen.

Durch die Altstadt und das Bankenviertel von Miami wälzten sich Wassermassen. Auf zahlreichen Bildern und Videos war zu sehen, dass heftige Stürme das Wasser in die Stadt drückten und große Straßen zu reißenden Flüssen machten. Auch in der zentral gelegenen Großstadt Orlando berichteten Augenzeugen auf Twitter von hüfthohem Wasser.

Der Wirbelsturm hat sich über dem Festland abgeschwächt, die Lage bleibt aber angespannt. Zuletzt wurden noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometer gemessen. Zuvor waren Böen von bis zu 229 Stundenkilometern gemessen worden. Am Montagmorgen änderte das US-Hurrikan-Zentrum die Einstufung von Hurrikan in Tropensturm.

„Irma“ hält die Region bereits seit Tagen in Atem. Bei seinem Zug durch die Karibik hatte der Sturm nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, einige Gebiete gelten als unbewohnbar. Schwere Schäden gab es auf Kuba, den US-Jungferninseln, sowie auf Barbuda und Saint-Bartélémy. (ASC/dpa)

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