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Crews melden sich wieder zur Arbeit

13.09.2017, 12:11

Die Krankmeldungen bei Air Berlin werden weniger. Viele Crews haben sich wieder für Flüge zur Verfügung gestellt. Für Donnerstag erwartet die Airline Normalbetrieb.

Air-Berlin-Stewardess im Flieger: Am morgigen Donnerstag soll bei der Airline wieder der Normalbetrieb laufen.
Foto: Air Berlin/Gregor Schlaeger

Nach zwei Tagen voller Flugausfälle scheinen die Krankmeldungen bei Air Berlin abzuebben. Etliche Crews hätten sich wieder gesund gemeldet und für Flüge zur Verfügung gestellt, teilte die Fluggesellschaft Eurowings mit, die ebenfalls von den Ausfällen betroffen war. Die Zahl der Krankmeldungen flaue ab, Gesundmeldungen von Piloten träfen ein, hieß es am Mittwoch auch bei Air Berlin. „Die Piloten kommen zurück“, sagte ein Sprecher.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) schilderte, dass einzelne Crews trotz vorhandener Maschinen nicht fliegen konnten, weil die Fluggesellschaften vorsorglich Verbindungen aus dem Flugplan gestrichen hatten. Hinter der Krankheitswelle wird ein illegaler Bummelstreik der Piloten vermutet. Die VC hatte nach eigenen Angaben nicht dazu aufgerufen.

Air Berlin rechnet für diesen Donnerstag wieder mit einem normalen Flugbetrieb. Nach der Streichung von etwa jedem siebten Flug am Dienstag bezeichnete der Chef der insolventen Airline, Thomas Winkelmann, in in einem Offenen Brief des Vorstands an die Cockpit-Crews die Situation am Mittwoch als „unerträglich“. Mindestens 32 Flüge müssten gestrichen werden – am Vortrag war es noch mehr als das Dreifache gewesen. Zudem fielen am Mittwoch 35 Verbindungen bei der Lufthansa-Tochter Eurowings aus, die üblicherweise von Air Berlin durchgeführt werden.

„Potenzielle Investoren werden durch die gestrige und heutige Performance verschreckt“, betonte Winkelmann gemeinsam mit Betriebsleiter Oliver Iffert und Personalchefin Martina Niemann. Sie appellierten an die Piloten: „Meldet Euch aus dem Off freiwillig zurück.“ Ähnliche Töne kamen aus der Politik: Die Krankmeldungen gefährdeten den Verkauf der insolventen Airline, meint auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). „Ich kann deshalb an alle nur appellieren, Vernunft wieder einkehren zu lassen“, sagte Dobrindt am Mittwoch in Berlin. „Es ist durchaus ein riskantes Manöver, was da von einigen Piloten ganz offensichtlich versucht wird.“ Dies sei kontraproduktiv für einen Übergang an einen neuen Eigentümer.

Der Vorstand von Air Berlin bekräftigte indes, bis Freitag Kaufangebote von Interessenten anzunehmen und eine Lösung im Gläubigerausschuss am 21. September anzustreben. Die Piloten fürchten um ihre Arbeitsplätze und Einkommen. (dpa)

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