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Wetterdienst gibt etwas Entwarnung (0)

Ruhige Nacht nach Sturmtief „Burglind“

04.01.2018, 07:37

Nach dem stürmischen Mittwoch geben die Meteorologen Entwarnung – allerdings nur vor Orkanböen. Sturmtief „Burglind“ hatte vor allem bei der Bahn für Ärger gesorgt, anhaltende Regenfälle und Tauwetter treffen jetzt den Schiffsverkehr.

Auf einen sehr stürmischen Tag folgt eine vergleichsweise ruhige Nacht: Vereinzelt meldeten Polizeistellen in Deutschland umgeknickte Bäume, die Straßen blockierten – dabei blieb es aber. „Es hat sich alles beruhigt“, sagte ein Sprecher am frühen Donnerstagmorgen in Mainz. Die Polizei in Göttingen sprach von einer „Entspannung“ in der Nacht.

Am Mittwochabend hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Unwetterwarnungen vor Orkan und orkanartigen Böen vorerst aufgehoben. Es könne aber noch Sturmböen geben, sagte ein DWD-Meteorologe. Außerdem mussten sich viele Regionen weiterhin auf anhaltenden Regen und Tauwetter einstellen. In mehreren Bundesländern rechnete die Feuerwehr noch mit steigenden Pegelständen der Flüsse.

In Köln spitzt sich die Lage für die Schifffahrt und für Anwohner weiter zu. Dort ist bereits seit Mittwoch der Verkehr auf dem Wasser eingeschränkt. Auf der 50 Kilometer langen Strecke zwischen Mondorf und Dormagen müssen Schiffe ihre Geschwindigkeit drosseln und immer per Funk für Anweisungen erreichbar sein. Im Laufe des Donnerstags wird der Wasserstand Vorhersagen zufolge wohl bei über sieben Metern liegen, und könnte bis Freitagmittag bis auf über 7,50 Meter steigen.

Wegen Sturmtief „Burglind“ waren Feuerwehren in weiten Teilen Deutschlands am Mittwoch im Dauereinsatz gewesen. Straßen waren blockiert sowie der Regional- und Fernverkehr der Bahn gestört. Im Fernverkehr gab es Einschränkungen auf den Strecken Köln–Bonn, Köln–Aachen, Aachen–Krefeld, Kaiserslautern–Ludwigshafen und Köln–Niederlahnstein, wie die Bahn per Twitter mitteilte. Bis zum Mittwochmittag waren alle Strecken im Fernverkehr wieder frei, es kommt vereinzelt noch zu Verspätungen, wie eine Sprecherin der Bahn sagte. Die Strecke Singen–Schaffhausen ist wegen Sturmfolgen zwischen Thayngen und Gottmadingen nicht befahrbar.

Auch in Belgien, der Schweiz und den Niederlanden hatte „Burglind“ für Schäden und Behinderungen gesorgt. In Frankreich sind 35.000 Haushalte im Norden und Nordosten des Landes in der Nacht ohne Strom geblieben, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. Am Mittwoch waren zeitweise 225.000 Haushalte vom Netz abgeschnitten. Bei dem Sturm, der in Frankreich „Eleanor“ heißt, war ein 21-jähriger Urlauber getötet worden, als er in einem Ski-Ort in den französischen Alpen von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. (dpa)

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