Home

Steuern und Gebühren (0)

Landgericht kippt Easyjet-Vertragsklausel

04.01.2018, 16:29

Bislang gilt bei dem britischen Billigflieger Easyjet, dass die von Fluggästen kassierten Airport-Gebühren auch im Falle eines Nichtantretens eines Fluges bei der Fluggesellschaft verbleiben. In Deutschland ist das nicht rechtens.

Das Landgericht Frankfurt hat eine Vertragsklausel des Billigfliegers Easyjet zu Flughafen-Gebühren gekippt. Die Fluggesellschaft hatte in den Geschäftsbedingungen ausgeschlossen, ihren Kunden Steuern und Gebühren zu erstatten, falls sie von ihrem Beförderungsvertrag zurücktreten. Diese Posten machen einen erheblichen Anteil des Gesamtticketpreises aus und fallen nicht an, wenn der Passagier den Flug gar nicht antritt.

Das Gericht wertete die Regelung als unangemessene Benachteiligung der Verbraucher und gab damit einer Klage der Wettbewerbszentrale aus Bad Homburg statt, wie eine Justizsprecherin bestätigte. Die Airline solle keinen zusätzlichen Nutzen aus dem Rücktritt ihres Kunden ziehen, indem sie nicht angefallene Steuern und Gebühren einbehalte, sagte der Geschäftsführer der Wettbewerbszentrale Hans-Frieder Schönheit.

Die Kammer drohte Easyjet ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro für den Wiederholungsfall an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann mit einer Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt angegriffen werden. (dpa)

0 Leser-Kommentare

  1. Top 5: Die beliebtesten Witze
  2. Richter-Witz: Blöd gelaufen
  3. Kreuzfahrt-Witz: Frühstück an Bord
  4. Finderlohn-Witz: Ganz schön clever!
  5. Auto-Witz: Wasser im Vergaser
  6. Restaurant-Witz: Gute Empfehlung
Google
Jetzt für Newsletter anmelden
  • Weitere Business Travel-News
Alle News im Überblick