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Streit um Insolvenz (0)

IAG will Niki weiterhin kaufen

09.01.2018, 08:44

Der britische Luftfahrtkonzern IAG hält trotz des juristischen Tauziehens um die Niki-Insolvenz am Kauf der Air-Berlin-Tochter fest. Auch die Beschäftigten geben nicht auf.

Die Zukunft von Niki ist derzeit unklar.
Foto: imago/Arnulf Hettrich

Die Konzerntochter Vueling sei weiter an der Fluggesellschaft interessiert und arbeite mit allen Beteiligten daran, den Kauf voranzutreiben, teilte IAG am Montag mit. Für den österreichischen Ferienflieger Niki war im Dezember in Berlin die Insolvenz beantragt worden. Das Landgericht Berlin entschied jedoch am Montag, dass dafür die österreichische Justiz zuständig ist. Legt Niki nicht innerhalb eines Monats Beschwerde ein, könnte das Insolvenzverfahren in Deutschland hinfällig sein. Das Fluggastportal Fairplane hatte gegen die Ansiedlung des Verfahrens beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg vergangene Woche Beschwerde eingelegt.

Auch die Beschäftigten von Niki geben die Hoffnung auf ein für sie gutes Ende trotz des neuen juristischen Tauziehens um die Airline nicht auf. „Die Belegschaft baut darauf, dass die Beteiligten den Deal noch retten“, sagte Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits der Deutschen Presse-Agentur in Wien. Die Stimmung unter den rund 1000 Mitarbeitern sei nach dem geplanten Verkauf von Niki an den britischen IAG-Konzern zunächst sehr gut gewesen.

Doch mit dem Insolvenzantrag durch das Fluggastportal Fairplane beim Landgericht Korneuburg in Österreich Anfang Januar sei ein großes Fragezeichen zur Zukunft des Ferienfliegers aufgetaucht, so Tankovits. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass das Landgericht Berlin nun die Sache durchkreuzt“, meinte der Betriebsrat.

Der Kaufvertrag kann erst vollzogen werden, wenn das Insolvenzverfahren formell eröffnet ist. Vueling will wesentliche Teile von Niki für 20 Mio. Euro übernehmen. Dafür ist die Zustimmung der europäischen Wettbewerbshüter nötig. Vueling soll 740 der 1000 Mitarbeiter übernehmen.

Für die Zeit bis zum Vollzug der Übernahme stellt IAG zudem bis zu 16,5 Mio. Euro bereit. Offen ist, wie lange dieses Geld reicht und ob der Konzern bereit ist, möglicherweise Geld draufzulegen, wenn sich der Insolvenzstreit hinzieht. (dpa)

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