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Paraguay ändert Einreise-Bestimmungen

von Cathrin Lührs, 07.02.2018, 12:52

Die Regierung Paraguays reagiert sehr kurzfristig auf die rasch ansteigende Zahl von Gelbfieber-Erkrankungen in Südamerika. Die neue Regelung betrifft vor allem Reisende, die aus Brasilien ein- oder dorthin ausreisen.

Paraguay ist Teil vieler Südamerika-Rundreisen, ebenso wie Brasilien. Auf die neue Impfpflicht müssen Reiseveranstalter reagieren.
Foto: Gettyimages

Seit dem 1. Februar 2018 gilt eine Nachweispflicht für eine Gelbfieber-Impfung für Reisende aus den brasilianischen Bundesstaaten Bahía, Espírito Santo, Rio de Janeiro und São Paulo. Wer von dort nach Paraguay reist, muss an der Grenzkontrolle einen internationalen Gelbfieber-Ausweis vorzeigen. Das gilt ebenfalls für Transitreisen und all jene, die aus Paraguay in die genannten brasilianischen Bundesstaaten sowie in oder aus anderen Gelbfieber-Endemiegebieten reisen. Dieser Hinweis ist unter anderem im Web-Auftritt des Auswärtigen Amts zu lesen. Bekanntgegeben wurde die Änderung am 30. Januar.

Kann der Nachweis nicht erbracht werden, kann es zu einer Verweigerung der Einreise oder einer Nachimpfung kommen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Impfschutz erst zehn Tage nach der Injektion des Impfstoffs vor der Krankheit schützt. Sie wird durch Mücken übertragen. Der Impfschutz gilt ein Leben lang. Die Befreiung von der Impfflicht gilt ausschließlich für Kinder unter einem Jahr. Laut Amelie Quil, Produktmanagerin Brasilien und Paraguay beim Lateinamerika-Spezialisten Miller-Reisen, werden von den paraguayischen Behörden keine ärztlichen Bescheinigungen zur Befreiung von der Gelbfieber-Impfung („Exemption Certificate“, „Waiver“) akzeptiert. Reisende müssen den Impfausweis, in dem die Gelbfieber-Impfung dokumentiert und mit einem internationalen Siegel versehen wurde, im Original mitführen. Die Gelbfieber-Impfung darf nur von autorisierten Stellen durchgeführt werden. Welche das sind, kann beispielsweise auf der Website des Centrums für Reisemedizin (www.crm.de) nachgelesen werden.

Die kurzfristige Änderung der Einreise-Bestimmungen hat Miller Reisen veranlasst, eine Reisegruppe nach Paraguay und Brasilien mit Abflug in der kommenden Woche schnell zur Impfung zu schicken. „Das war natürlich sehr kurzfristig, da man sich zehn Tage vorher impfen lassen soll, damit die Impfung offiziell gültig ist. Aber da wir in persönlichem Kontakt zu unseren Kunden stehen, konnte das so kurzfristig noch realisiert werden“, sagt Miller-Reisen-Expertin Quil. „Wir haben alle betroffenen Kunden informiert und werden in Zukunft bereits bei der Angebotserstellung auf die Impfpflicht hinweisen.“

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