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Preiskrieg um Köln (0)

Berlin, Berlin, wir fliegen nach Berlin

von Oliver Graue, 31.01.2018, 11:55

Gleich drei Billigflieger wollen im Sommer auf der Strecke Köln–Berlin in Wettbewerb treten. Profitabel wird das wohl für niemanden.

Angst vor innerdeutschen Lufthansa/Eurowings-Monopolen? Zumindest für eine Strecke gilt das ganz bestimmt nicht: für die Verbindung zwischen Köln und Berlin, den früher sogenannten Beamtenshuttle. Noch ist – nachdem Ryanair wegen ihrer internen Probleme aufgegeben hat – Eurowings zwar der einzige Anbieter, mit sage und schreibe bis zu 17 Flügen am Tag.

Doch das wird sich zum Sommerflugplan 2018 drastisch ändern: Mit Easyjet und Ryanair wollen gleich zwei weitere Airlines die Lufthansa-Tochter jagen. Insgesamt werden dann bis zu 27 Mal täglich Maschinen in beide Richtungen starten – 160 Mal pro Woche. Das gibt es auf keiner anderen innerdeutschen Strecke.

Klar ist: Der Kampf um Köln wird zu einem Preiskrieg führen. Vor allem Eurowings dürfte ihre Ticketkosten im Vergleich zu heute deutlich senken. Dabei sind die Deutschen gemeinsam mit Easyjet klar im Vorteil gegenüber den Iren: Statt des abgelegenen Schönefeld fliegen sie Tegel an. Vor allem Geschäftsreisende dürften klar diese Option wählen.

Sowohl die Kunden als auch den Kölner Flughafen freut’s: Sie profitieren vom erbitterten Kampf um diese Strecke. Ob sich hingegen für die drei Fluggesellschaften ihr Engagement auszahlt, steht auf einem anderen Blatt. Ebenso die Frage, wie lange sie den ruinösen Wettbewerb aushalten werden und wann die erste von ihnen aufgeben wird.

So manchen Reisenden und Travel Manager hätte es wohl noch mehr gefreut, wenn es statt der Massenkonkurrenz zwischen Köln und Berlin auf der einen oder anderen Strecke überhaupt Wettbewerb gegeben hätte.

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