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Wie reist ein Umweltphysiker?

von Sabine Neumann, 25.11.2016, 09:00

Als beruflich Vielreisender wundert sich Professor Dr. Klaus Pfeilsticker über die oft langen Abfertigungszeiten der Luftfracht: „Wenn ich eine Fracht aus Manaus in Brasilien erwarte, dauert es schon mal drei Monate, bis alles hier am Institut in Heidelberg angekommen ist“, sagt er.

Foto: privat

Aus Zypern sind es immerhin vier Wochen. „Mal stimmen die Papiere nicht, diese kommen abhanden, oder das nächste Flugzeug darf keine Sondergüter mitnehmen“, so der 61-Jährige. Natürlich erschüttert ihn das nicht. „Ich arbeite sehr gern in meinem Beruf, und es ist toll, immer wieder neue Länder und Menschen kennenzulernen.“ Flüge nach Guam und Boulder (USA), Manaus (Brasilien) oder Paphos (Zypern) standen bislang ebenso auf seinem Arbeitsprogramm wie solche in die kanadische Bergarbeiterstadt Timmins. „Die ähnelt Sibirien“, sagt Pfeilsticker. Jedes Jahr kommen an die 25 Geschäftsreisen zusammen. Ihr Zweck ist es, „wissenschaftlich die obere Troposphäre und Stratosphäre und damit die Ozonschicht zu erforschen und zu überwachen“. Das geschieht per Forschungsschiff, bemanntem und unbenanntem Flugzeug oder Höhenforschungsballon. Dabei reist der Umweltphysiker meist mit höchstens 12 Kilo Gepäck. „Das muss ich ja unterwegs alles mitschleppen, auch durch die Tropen“, sagt er. „Der Rest kommt daher als Frachtgepäck.“ Besonders gern reist Pfeilsticker übrigens durch Brasilien. Auch deshalb, weil er mit seinen 61 Jahren als „Idoso“ gilt, als „gebrechliche Person“. „Da darf ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis fahren und an den Flughäfen ganz vorn am Terminal kostenlos parken.“

Forschen fürs Klima

Prof. Dr. Klaus Pfeilsticker forscht für das 1975 in Heidelberg gegründete Institut für Umweltphysik. Bereits in den 50er-Jahren hat dieses mit Hilfe kernphysikalischer Messmethoden die Erde nach physikalischen Gesichtspunkten untersucht. Forschungsreisen führen die Umweltphysiker beispielsweise in die Antarktis, nach Spitzbergen und nach Grönland, aber zunehmend auch in die Tropen sowie auf hochalpine Gletscher. Klaus Pfleilsticker gilt als engagierter Warner vor den Folgen einer Klimaerwärmung.

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