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Business oder doch lieber Smart Casual? (0)

Was Dresscodes heute bedeuten

von Oliver Graue, 28.12.2016, 14:15

Anzug mit oder ohne Krawatte, Rock oder doch lieber ein Hosenanzug – die Kleiderordnung in Unternehmen, bei Firmenevents und bei Geschäftsterminen kann äußerst unterschiedlich sein. BizTravel entschlüsselt den modernen Kleider-Knigge.

BizTravel erklärt, was sich hinter Formeln wie „Black Tie“ oder „Casual“ verbirgt.
Foto: iStockphoto

Soviel steht schon mal fest: Früher war in Sachen Kleiderordnung alles strenger. „Entdeckte der Portier des Ritz Carlton Boston einen Gast, der am Abend in heller Freizeithose in der Lobby Platz genommen hatte, dann bat er ihn nachdrücklich, die Hotelhalle zu verlassen“, erinnert sich der Gastronomiekritiker Heinz Horrmann. „Nach 18 Uhr waren Krawatte und Jackett vorgeschrieben.“ Dass sogar einmal der Bürgermeister von Boston wegen eines unpassenden Outfits vor die Hoteltür gesetzt wurde, war egal: Der Portier wurden für seinen Einsatz um die passende Kleiderordnung ausdrücklich gelobt.

Die Zeiten aber haben sich geändert. Die strengen und formalen Dresscodes von früher sind deutlich aufgeweichteren Kleidervorschriften gewichen. Eine „gepflegte Eleganz aus Überzeugung“ statt formaler Strenge wünscht sich denn auch Oliver Eller, der frühere Chef des Berliner Nobelhotels Adlon.

Doch auch wenn die Dresscodes sich im Berufsleben gelockert haben und die Krawatte zum Anzug auf Tagungen oder anderen Geschäftsterminen nicht mehr in jedem Fall Pflicht ist, Regeln existieren nach wie vor. Einfach anziehen und tragen was gefällt, geht auch heutzutage nicht. Der Sweater, das T-Shirt oder das Tanktop sollten wirklich nur in der Freizeit und nicht bei beruflichen Terminen getragen werden und seien sie noch so formlos.

Zum Wochenausklang „Casual Friday“

Wie diese neue Eleganz auszusehen hat, was Mann und Frau bei Abendveranstaltungen, Firmenevents oder Cocktailpartys tragen sollte, ist dabei oft schon in den Einladungsschreiben angegeben.

Wer allerdings aus dem Begriff „Smart Casual“ schließt, statt Business Outfit seinen Lieblings-Kapuzenpullover – neudeutsch Hoodie – zur Jeans tragen zu können, der irrt. Denn das wäre höchstens bei „Casual“ erlaubt, und bietet sich zum Beispiel bei dem in vielen Unternehmen mittlerweile üblichen „Casual Friday“ an. Hier erscheinen kurz vor dem Start ins Wochenende dann selbst hochrangige Manager statt im Anzug und mit Krawatte in Jeans und Sweater am Arbeitsplatz und im Büro.

Was also bedeuten Begriffe wie Business Casual und Semi-formal? Was steckt hinter Formeln wie Black-Tie oder einfach Informal? BizTravel bringt Licht in die Kleiderordnung. Wobei jedoch immer gilt: Wichtiger als der formale Dresscode inklusive geputzter Schuhe sind ein insgesamt gepflegtes, sauberes Erscheinungsbild und die Tatsache, dass Sie sich in Ihrer Kleidung wohlfühlen.

Dresscodes unter der Lupe

Semi-formal: Strenger als es klingt! Dunkler Anzug, helles Hemd (nicht unbedingt weiß, das erinnerst zu sehr an eine Beerdigung) und Krawatte für Männer. Frauen sollten bei diesem Dresscode auf den Hosenanzug verzichten und eher zum eleganten, abends langen Kleid oder aber zum „kleinen Schwarzen“ greifen. Beim Dresscode „Cocktail“ darf das Kleid kürzer und auch farbiger sein.

Informal: Bitte nicht wörtlich nehmen. Die Jeans, das Tanktop ode der Hoodie müssen weiter im Kleiderschrank bleiben. „In-formal“ ist hier der weiterhin dunkle Anzug mit hellem Hemd und dezenter Krawatte. Für Frauen empfiehlt sich hier ein Hosenanzug oder ein Kostüm mit heller Bluse oder Top.

Business Casual: Die Krawatte kann weg, ein Trend, der nicht nur am unmittelbaren Arbeitsplatz immer häufiger zu beobachten ist, sondern auch auf Tagungen und Konferenzen. Erwartet werden von Männern bei dieser Kleidervorgabe aber in jedem Fall Hemd, ein feiner Strickpulli, Anzughose und Jackett. Frauen sollten ein klassisches Büro-Outfit – also Hosenanzug oder Kostüm – tragen. Bei „Casual“ für die lockere Party sind auch Shirt und Pullover, bei Frauen ein legeres Top erlaubt.

Smoking/Black Tie: Schwarzer oder nachtblauer Smoking, weißes Hemd, schwarze Fliege und eine geschlossene Weste sind bei Männern der richtige Dresscode für elegante Bälle- Frauen: Sie trägt ein langes, schlichtes Abendkleid mit Stola oder Jäckchen.

Frack/White Tie: Der Frack gilt als der „große Gesellschaftsanzug“ – entsprechend selten wird er dann auch benötigt und getragen. Frauen sollten ein pompöses Abendkleid tragen, wenn sie zur festlichen Gala oder zum Opernball gehen – ansonsten eher nicht.

Business: Das Outfit für Geschäftstermine schlechthin, egal ob bei Vorstellungsgespräch oder Manager-Meeting. Männer tragen am besten einen dunklen, zweiteiligen Anzug (bei Treffen auf Führungsebene auch gerne dreiteilig), Hemden in Pastellfarben, eine farbige, aber nicht zu knallige Krawatte. Letztere ist im jedem Fall ein Muss, wobei auf extravagante Muster oder gar Mickey-Maus-Motive tunlichst verzichtet werden sollte. Frauen tragen bei solchen Business-Terminen am besten einen Hosenanzug oder ein klassisches, dunkles Kostüm, gerne auch mit farbiger Bluse.

Eine Uhr schmückt den Träger dabei nach wie vor. Auch wenn diese im Smartphone-Zeitalter nicht mehr zu den unbedingt notwendiges Accessoirs zählt. Wobei der Blick zu Uhr doch oftmals dezenter ist, als der Griff zum Smartphone.

Smart Casual: Passende Dresscodes sind in diesem Fall bei Männern Sakko, Stoffhose und ein Poloshirt. Nur bei „Casual“ ist auch die Jeans erlaubt. Frauen kombinieren hier einen Rock oder die elegante Jeans mit einem Twinset aus Pullover und Strickjacke.

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