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Das Hoch im Norden

von Martin Jürs, 14.12.2016, 11:15

Oslo – Die norwegische Hauptstadt lockt Besucher mit moderner Architektur, zahlreichen Museen sowie kurzen Wegen in eine traumhafte Natur.

Hingucker: Die neue Oper von Oslo.

Noch wird in unmittelbarer Nähe des Friedensnobelpreis-Centers in Oslo eifrig gearbeitet. Denn auf dem umzäunten, mehrere Zehntausend Quadratmeter großen Areal entsteht derzeit das Neue Nationalmuseum. 2019 soll der kubische Bau, der gekonnt die markante Form des ganz in der Nähe gelegenen Rathauses der norwegischen Hauptstadt von 1950 aufgreift, fertig sein.

Das Neue Nationalmuseum, in das die bisherige Nationalgalerie – unter anderem mit Werken Edward Munchs –, das Museum für zeitgenössische Kunst und das Kunstindustriemuseum einziehen sollen, dürfte schnell zur Sehenswürdigkeit und zum Besuchermagneten werden. Wobei die Metropole im hohen Norden mit seinen etwa 650.000 Einwohnern schon jetzt einiges zu bieten hat – für Urlauber genauso wie für Tagungsgäste. Denn Oslo, im globalen Konferenz-Ranking der International Congress und Convention Association (ICCA) zuletzt auf Platz 37 geführt, hat sich gerade in den vergangenen Jahren äußerst dynamisch entwickelt und erheblich an Attraktivität gewonnen.

Besonders deutlich wird dieser Wandel am Hafen der Stadt. Dort sind die früheren Kai- und Industrieanlagen, Schuppen und Lagerhallen vielfach einer modernen Skyline mit viel Glas, aber auch Holz gewichen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist unter anderem der Stadtteil Björvika. Früher ein gesichtsloses Areal mit Containeranlagen, Eisenbahngleisen und Durchgangsstraßen, befindet sich hier mittlerweile direkt am Fjordufer mit der neuen Oper seit 2008 eines der modernen Wahrzeichen Oslos. Das Gebäude aus weißem Carrara-Marmor fällt sanft zum Ufer hin ab und verschmilzt fast mit der Wasserlinie – ein architektonischer Hingucker!

Das gilt auch für den in unmittelbarer Nähe befindlichen „Barcode“, ein Ensemble moderner Bürogebäude, in dem vor allem Beratungsfirmen, Banken und Versicherungen, aber auch einige Restaurants wie das Vaaghals untergebracht sind – Miteigentümer ist hier unter anderen die norwegische Langlauflegende Björn Daehli.

Flaniermeile statt Hafengelände

Doch nicht nur in Björvika zeigt sich das neue Oslo: Völlig verändert hat sich auch das weiter westlich gelegene Hafenviertel Aker Brygge vis-à-vis zur historischen Festungsanlage Akershus. Das ehemalige Industriegelände ist zur Flaniermeile mit zahlreichen Restaurants Bars und Shops umgestaltet worden.

Direkt an Aker Brygge grenzt das neue Stadtviertel Tjuvholmen mit seinen modernen mehrstöckigen Gebäuden. 20 verschiedene Architekten haben hier ihren städtebaulichen Stempel hinterlassen. Hauptanziehungspunkt ist jedoch das vom italienischen Star-Architekten Renzo Piano entworfene Astrup-Fearnley-Museum für moderne Kunst. Das dreigeteilte Gebäude besticht mit seinem geschwungenen Glasdach und der natürlichen Holzverkleidung und versprüht trotz seiner Dimensionen eine erstaunliche Leichtigkeit.

Im Inneren lassen sich unter anderem Werke von Jeff Koons, Anselm Kiefer und Damien Hirst bewundern – und das nicht nur durch kunstbegeisterte Einheimische und Urlauber. Denn große Teile des Museums können auch für Firmenveranstaltungen genutzt werden..

Wobei das private Museum nur einer von zahlreichen durchaus ungewöhnlichen Veranstaltungsorten in Oslo ist. Zu den gefragtesten Locations zählt das gerade auch bei deutschen Touristen äußerst beliebte Fram-Museum auf der Museumsinsel Bygdoy. Im Zentrum der Ausstellung steht das Polarschiff Fram, mit dem vor mehr als 100 Jahren der Forscher und Entdecker Fridtjof Nansen in der Arktis unterwegs war. Das Museum wurde 1936 um das trockengelegte Schiff herum gebaut und seitdem vielfach erweitert und modernisiert. Heute lässt sich hier mit der Gjoa auch noch das Schiff des Südpol-Bezwingers Roald Amundsen bestaunen. Schiffe und Ausstellungshallen können nach den offiziellen Besuchszeiten für Firmen-Events genutzt werden. Besonders beeindruckend ist dabei ein Essen auf dem offenen Holzdeck der Fram. Bis zu 90 Gäste haben hier Platz.

Tagen im Skulpturenpark

Meeting- und Event-Räumlichkeiten findet man auch im Ekeberg-Parken auf einer Anhöhe im Südosten Oslos. Das etwa 25 Hektar große Areal ist ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 2011 lassen sich hier zahlreiche Skulpturen bestaunen – 35 sind es aktuell, 80 sollen es einmal werden. Zu sehen sind unter anderem Werke von Altmeistern aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie Rodin und Salvador Dalí, aber auch Skulpturen von zeitgenössischen Künstlern wie Sarah Lucas oder James Turell. Als Locations für Meetings und Events bieten sich das eher rustikale Karlsberg-Restaurant mit Platz für bis zu 120 Personen sowie das Ekeberg-Restaurant an. Letzteres stammt aus dem Jahre 1929 und besticht durch seinen gradlinigen Bauhaus-Stil. Neben einer hervorragenden Küche bietet es wie auch das Karlsberg-Restaurant einen fantastischen Blick auf Oslo.

Fast schon altbacken angesichts all dieser nicht alltägliche Tagungs-Locations wirkt da das Oslo Kongressenter. Vorteil dieses klassischen Kongresszentrums sind allerdings die zentrale Lage mitten in der Stadt und seine Kapazitäten. Hier können Veranstaltungen mit bis zu 1400 Personen durchgeführt werden. Insgesamt verfügt das Kongresszentrum über 20 Räume unterschiedlicher Größe sowie eine Ausstellungsfläche von 750 Quadratmetern. Viel Wert wird zudem auf das Essen gelegt. Das Kongresszentrum verfügt über eine eigene Küche und verfolgt seit drei Jahren ein eigenes Essenskonzept, das stark auf Bio-Zutaten aus der Region setzt. Ein innovativer Ansatz, der zu Oslo passt und der, folgt man den Verantwortlichen, auch äußerst erfolgreich ist und kontinuierlich ausgebaut wird.

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