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2700 Flüge gestrichen (0)

Kältewelle sorgt an US-Ostküste für Chaos

04.01.2018, 07:55

Eisiger Winter in Nordamerika: Während es in vielen anderen Ländern derzeit ungewöhnlich warm ist, bibbern die Menschen an der US-Ostküste in arktischer Kälte. In den kommenden Tagen wird es noch ärger.

Entlang der US-Ostküste sorgt Eiseskälte und anhaltender Schneefall weiter für Chaos. An den wichtigsten Flughäfen in New York und New Jersey wurden vorsorglich für Donnerstag rund 2700 Flüge gestrichen, wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete.

Im Bundesstaat South Carolina schloss der Flughafen Charleston nach eigenen Angaben am Mittwoch seine Landebahnen wegen des Winterwetters. Der Unterricht an Schulen in New York City wird am heutigen Donnerstag wegen des Schneesturms ausfallen, gab Bürgermeister Bill de Blasio via Twitter bekannt.

Nachdem weite Teile der USA bereits seit Tagen von einer ungewöhnlichen Kältewelle erfasst worden waren, droht vor allem dem Nordosten nun ein heftiger Schneesturm. Ihm folgt laut US-Wetterdiensten zum Wochenende eine weitere Welle arktischer Luft, die vielerorts für Rekordtemperaturen sorgen könnte.

Betroffen von der in dieser Form seltenen Kälte ist die gesamte Ostküste. Am Mittwoch baute sich vor der Küste Nordfloridas ein Wintersturm auf, der in den kommenden Tagen hinauf nach Neuengland ziehen und auf seinem Weg erheblich an Kraft zulegen dürfte.

Für einige Südstaaten selbst wurden ebenfalls Schnee und ungewöhnlich niedrige Temperaturen vorhergesagt. Für Florida ist es die erste „Wintersturm-Warnung“ seit vier Jahren. Für die meisten Bundesstaaten weiter nördlich sollten sich die Schneemengen mit ein paar Zentimetern in winterlich üblicher Menge bewegen. Neuengland drohten allerdings teils heftige Schneestürme. In Maine könnte sich der Schnee einen halben Meter hoch auftürmen, in Verwehungen deutlich höher. Von Long Island bis hinauf nach Maine sollen Blizzards möglich sein.

Meterologen sagten voraus, dass der Sturm vor der Küste der stärkste Wintersturm seit 30 Jahren werden könnte. In Boston warnte der Wetterdienst vor Stromausfällen infolge starker Winde, die Leitungen herabreißen könnten. In der Stadt könnte am Wochenende die bisher tiefste dort aufgezeichnete Temperatur erreicht werden.

Der Wetterdienste Accu Weather warnte, in den kommenden Tagen könnten einige kleinere Orte über Tage von der Außenwelt abgeschnitten sein. Nach dem Sturm sollen die Temperaturen dann nochmals fallen, bevor sich die Lage kommende Woche entspannt. (dpa)

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