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Niki-Insolvenz-Verfahren bleibt vorerst in Deutschland

04.01.2018, 11:51

Das Berliner Amtsgericht Charlottenburg hat über das Insolvenz-Verfahren von Niki beraten. Zu klären war, ob das Verfahren korrekt in Deutschland angesiedelt ist oder ob eigentlich ein österreichisches Gericht zuständig wäre.

Das Berliner Amtsgericht Charlottenburg verwies die Beschwerde eines Fluggastportals am heutigen Tage an das Landgericht. Das Portal Fairplane hatte angezweifelt, dass das Berliner Amtsgericht für die österreichische Niki zuständig sei.

Die Berliner Richter widersprachen dem jedoch. Weil der Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen Nikis sich nicht in Wien, sondern in Berlin befinde, sei das Amtsgericht Charlottenburg zuständig.

Niki war Mitte Dezember in die Insolvenz gegangen, die Flugzeuge bleiben seitdem am Boden. Der vorläufige Insolvenz-Verwalter Lucas Flöther hatte gewarnt, der Verkauf von Niki an die British-Airways-Mutter IAG könne hinfällig werden, sollte die Zuständigkeit wechseln.

Das Berliner Amtsgericht verteidigte seine Entscheidung. Um die Zuständigkeit zu prüfen, sei man nicht verpflichtet, die maßgeblichen Tatsachen zu ermitteln und sogar Gutachten einzuholen. Die Richter verwiesen auf den großen Zeitdruck. Aus ihrer Sicht war Niki eng in den Konzern der Air-Berlin-Gruppe eingegliedert. (dpa)

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