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Lufthansa-CEO bereitet Flugbetriebsreform vor

von Rita Münck, 24.08.2018, 12:50

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings gibt es zahlreiche Baustellen. Die Flugplanung muss nach dem Chaos-Sommer optimiert, Tarifverhandlungen zum Abschluss gebracht werden. Damit nicht genug: Nun will Lufthansa-CEO Carsten Spohr auch eine Reduzierung der Betriebsgesellschaften.

Lufthansa-CEO Carsten Spohr verlangt nach weniger eigenen Flugbetrieben für den Billigflugbereich.
Foto: Lufthansa

Die „extreme Kleinstaaterei“ bei Eurowings soll aufhören. Das habe Lufthansa-CEO Carsten Spohr vorgegeben. Derzeit fliegen unter dem Dach der Eurowings Aviation sieben Fluggesellschaften: Eurowings Deutschland, Eurowings Europe, Germanwings, Brussels Airlines, Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), TUIfly und Sun Express Germany. Ureigene Betriebsgenehmigungen (AOC) hält der Lufthansa-Konzern für die beiden Airlines, die Eurowings im Namen tragen, für Germanwings, Brussels Airlines und seit 2017 auch für LGW.

Wie das „Manager Magazin“ berichtet, sind das für Spohr zu viele Airlines. Bei jeder gelten schließlich andere Konditionen mit Tarifpartnern, Konflikte sind programmiert. Das Ende von Germanwings, dem ersten Billigflieger des Lufthansa-Konzerns, ist denn auch bereits vorgezeichnet. Bis Mitte 2022 genießen die dortigen Piloten und Flugbegleiter noch eine Bestandsgarantie. Nach und nach wechseln die fliegenden Mitarbeiter bereits zur Lufthansa Passage.

Keine große Zukunft hat auch das AOC von LGW. Die Lufthansa hatte die Airline von Air Berlin übernommen, um Start- und Landerechte unter anderem in Düsseldorf zu bekommen. Noch hängen an dem AOC Turboprops. Sobald die nicht mehr gebraucht werden, dürfte die Betriebsgesellschaft an Bedeutung verlieren – und verschwinden.

Mit Eurowings und Eurowings Europe will der Konzern fvw-Informationen zufolge auch in Zukunft operieren. Eurowings Europe wurde erst 2015 in Wien gegründet, um den Beschränkungen der Tarifverträge in Deutschland zu entkommen und international einfacher wachsen zu können. Mittlerweile sind die Konditionen wohl auf einem Level. Dennoch will man an Eurowings Europe festhalten. Die Marke soll schließlich schon in naher Zukunft auch außerhalb der D/A/CH-Region sichtbar werden. Eurowings-CEO Thorsten Dirks hatte unlängst Flugstationen in weiteren Ländern angekündigt.

Ein Sprecher von Eurowings wollte die Reformansätze am Freitagmorgen nicht kommentieren.

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