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„Geschäftsreisebüros reden Blah, Blah, Blah“

07.09.2018, 11:55

Die Geschäftsreise-Ketten lehnten Direct Connect nur deshalb ab, weil sie dann auf die Zahlungen der Reservierungssysteme verzichten müssten, sagt HRS-Chef Tobias Ragge. BCD, CWT & Co weisen dies als Unsinn zurück.

HRS-Chef Tobias Ragge ist um klare Worte nicht verlegen.
Foto: HRS

HRS-Chef Tobias Ragge übt heftige Kritik an den Geschäftsreisebüros. Ihnen wirft Ragge vor, kein Interesse an einem sogenannten Direct Connect zur Hotellerie zu haben. Die Verantwortlichen großer Hotelketten würden seit Jahren ohne Erfolg versuchen, mit den Geschäftsreise-Anbietern über einen solchen Direktzugriff vorbei an den klassischen Reservierungssystemen (GDS) zu sprechen.

Der Grund für die Gesprächsverweigerung ist laut Ragge, wie er in einem Interview mit dem US-amerikanischen Business Travel News (BTN) sagte: Die Reisebüros würden von den Incentives der Reservierungssysteme leben. Ein Großteil ihrer Einnahmen stamme aus dieser Quelle. Der inhaltliche Verweis auf die GDS als einzig wahre Lösung sei nur „Blah, Blah, Blah“.

Bei den Geschäftsreise-Ketten weist man Ragges Kritik wenig überraschend zurück. Man liefere den Firmenkunden heute schon über die eigene Hotelplattform „aggregierte Angebote aus verschiedenen Quellen“, heißt es etwa bei BCD Travel. Und; „Wenn man Wert legt auf Preisvergleiche, aktuelle und zusammenhängende Reisepläne, ein solides Reporting und die Fürsorgepflicht, dann ist es sinnvoll, den Kanal zu finden, der all diese Vorteile bietet – und das können zweifellos die GDS.“

Auch bei CWT betont man den Nutzen der klassischen Reservierungssysteme: „Die GDS bieten die effizienteste Möglichkeit, Preise zu vergleichen.“ (MAJ)

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