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Brexit: BMI streicht Strecke Rostock–Stuttgart und stellt München in Frage

07.12.2018, 11:24

Für den Flughafen Rostock ist es ein Rückschlag: Er verliert ab Januar seine Verbindung in die schwäbische Metropole. Zusätzlich ist die Strecke nach München gefährdet.

BMI hat große Angst vor dem Brexit.
Foto: BMI

Die britische Regionalfluggesellschaft begründet die Streichung der innerdeutschen Route mit dem bevorstehenden Brexit. Dieser bedeute eine massive Gefahr für die Airline. Um rechtzeitig gegenzusteuern, müsse man nun vorbeugend handeln: Die Flugverbindung zwischen Rostock und Stuttgart fällt im Januar 2019 weg, aber auch die tägliche Strecke nach München stehe in der Diskussion, heißt es.

Der letzte Flug von der Ostsee nach Stuttgart hebt am 6. Januar 2019 ab. Bereits zuvor wurden die Frequenzen von täglich auf drei Mal wöchentlich reduziert. Die München-Strecke werde wie alle anderen Verbindungen innerhalb Europas gestrichen, sollte es im März zu einem ungeregelten Brexit kommen. Bevor die Flüge wieder aufgenommen werden könnten, müsse sich Großbritannien dann mit den einzelnen Staaten der EU auf neue Streckenrechte einigen.

Köln-Route wurde bereits gestrichen

Neben der Stuttgart-Strecke hat Rostock bereits die Route nach Köln verloren. Diese war von der inzwischen nicht mehr fliegenden belgischen VLM nach kurzer Zeit wieder eingestellt worden. Dennoch erziele der Airport in diesem Jahr einen neuen Rekord von 300.000 Passagieren, sagte Flughafen-Chefin Dörthe Hausmann.

Die nordddeutsche Wirtschaft reagierte entsetzt auf die Streichung. Man sei verwundert, dass der Brexit zu einem Wegfall innerdeutscher Verbindungen führe, zitiert die Ostsee-Zeitung die Geschäftsführerin des Unternehmerverbandes Mittleres Mecklenburg, Manuela Balan. Die Ziele Stuttgart und München seien für den Geschäftsreiseverkehr unverzichtbar. (OG)

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