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Geschäftsreisende erwarten von Arbeitgebern, dass sie für Reisesicherheit sorgen

06.12.2018, 07:35

Wenn es nach den Beschäftigten geht, sollten die Unternehmen über ihre Reisepläne ausreichend informiert sein. Zudem wollen sie in einem Notfall schnell kontaktiert werden.

Foto: GettyImages

Das ergab eine Studie der Global Business Travel Association (GBTA) in Partnerschaft mit SAP Concur. Demnach halten es mehr als 82% der Geschäftsreisenden für die eigene Sicherheit für wichtig, dass ihr Arbeitgeber ihre Reisepläne im Voraus kennt. Problematisch sei jedoch, dass Buchungen auch nach wie vor über nicht zugelassene Kanäle liefen, und Unternehmen daher oftmals nicht Bescheid wüssten. So gaben weniger als die Hälfte (47%) der Beschäftigten an, dass ihr Arbeitgeber über ein System verfügt, das ihre Reisepläne erfasst, wenn sie nicht an die Richtlinien halten.

Viele Reisende buchen nach wie vor wild

„Buchungsdaten spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle für die Sicherheit der Reisenden. Zudem haben diese auch hohe Erwartungen an ihre Arbeitgeber, wenn es um ihre Sicherheit geht“, sagte Jessica Collison, Forschungsdirektorin der GBTA. „Doch viele Reisende buchen weiterhin über Kanäle abseits der Richtlinien. Die daraus resultierende fehlende Sichtbarkeit hat sowohl entscheidende Auswirkungen auf die Reiseausgaben als auch auf die Frage, ob die Fürsorgepflicht erfüllt werden kann.“

Jede zweite der befragten Fach- und Führungskräfte mache sich zudem Sorgen um die Sicherheit auf Reise.„Eine schnelle Reaktion und die Möglichkeit, betroffene Mitarbeiter innerhalb von Minuten zu identifizieren und zu finden, sind unerlässlich“, sagt Pierre-Emmanuele Tetaz, Senior Vice President & General Manager Europa, Nahost und Afrika bei Concur.

Arbeitgeber ist immer für Sicherheit verantwortlich

„Unsere Studie zeigt, dass Unternehmen eine Lösung dieser Herausforderungen aufgezeigt werden sollte, egal ob Reisende über zugelassene Online Buchungssoftware oder außerhalb buchen.“ Denn in einer Notsituation seien Arbeitgeber immer für die Sicherheit ihrer Reisenden verantwortlich.

Darüber hinaus ergab die Studie, dass 73% der Reisenden erwarten, dass ihr Unternehmen sie innerhalb von zwei Stunden nach einem Notfall von sich aus kontaktiert. Denn die Mehrheit würde sich nicht an ihr Unternehmen wenden, wenn sie Hilfe benötigt.

Arbeitgeber soll auch im Privaturlaub schützen

Dabei enden die hohen Erwartungen der Reisenden an ihren Arbeitgeber keinesfalls mit dem geschäftlichen Teil der Reise. Laut der Studie erwarten 31% der Beschäftigten, dass ihr Arbeitgeber auch auf der anschließenden privaten Reise für ihre Sicherheit verantwortlich ist, wenn sie den Business-Trip um einen privaten Urlaub verlängern.

Neben verschiedenen Möglichkeiten für die Buchung wünscht sich die große Mehrheit der Geschäftsreisenden Funktionen, die bei Nutzung firmeneigener Software und Apps ihre Sicherheit auf Reisen erhöhen. Vor allem wünschen sie sich: personalisierte Buchung (43%), intelligente Spesenabrechnungen (38%), automatisierte Spesenprüfung (34%) und vorausschauende Intelligenz (33%).

Für die Online-Umfrage wurden 1252 Geschäftsreisende in Deutschland (152), Frankreich (151), Großbritannien (152), den nordischen Ländern (513), Belgien (155) und den Niederlanden (129) befragt. (OG)

Mit dem Thema „Reisesicherheit“ beschäftigt sich auch die aktuelle Ausgabe der BizTravel. Sie erschien am 6. Dezember 2018. Für ein Gratis-Probeexemplar bitte E-Mail an: aboservice@biztravel.de

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