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Zum Spottpreis gekauft (0)

Virgin verwandelt Flybe in einen Zubringer

11.01.2019, 17:29

Für lediglich 2,4 Mio. Euro übernimmt ein Konsortium die nach eigenen Angaben größte Regionalfluggesellschaft Europas. Sie war zuletzt arg ins Trudeln geraten. Nun soll Flybe wieder fit gemacht werden – mindestens für den britischen Markt.

Mehr als 50 solcher 78-sitziger Bombardier Dash 8Q bilden das Rückgrat der Flybe-Flotte.
Foto: Flybe

Nach der Gewinnwarnung im Oktober 2018 hatten manche nicht mehr ans Überleben von Flybe geglaubt. Immerhin halbierte sich der Kurswert des Regionalfliegers rasend schnell. Nun bildete sich ein Konsortium, das je Aktie nur noch einen Pence zahlen will. Ein Schnäppchen: Das wären dann nicht einmal mehr 2,4 Mio. Euro.

Teurer wird es am Ende für das eigens gebildete Konsortium „Connect Airways“ aber doch. Denn neben dem mickrigen Kaufpreis schießt es erst einmal 22,2 Mio. Euro in den strauchelnden Regio-Carrier. Und bis zu 88,8 Mio. Euro sollen zusätzlich künftig in die in Exeter angesiedelte Fluggesellschaft fließen.

Hinter Connect Airways steckt ein illustres Konsortium, an dem das Venture-Capital Unternehmen Cyrus 40 Prozent hält. Weitere je 30 Prozent halten Stobart Aviation und die Virgin Travel Group.

Zum neuen Konzept zählt, dass eine schlagkräftigere Formation gebildet wird, mit mehr Zubringerdiensten zu Virgin-Atlantic-Fernstrecken und mit stärkerer Präsenz an den Großflughäfen London-Heathrow und Manchester sowie am London Southend Airport. Fraglich ist allerdings, ob neben den innerbritischen Strecken auch das europäische Netz erhalten werden kann. Flybe fliegt mehrere Flughäfen in Deutschland an. (LS/OG)

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