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Hurrikan „Michael“ zieht auf Floridas Küste zu

von DPA, 10.10.2018, 09:23

Florida rüstet sich für den schweren Wirbelsturm „Michael“. Das Auswärtige Amt bittet Reisende, den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. Erwartet werden meterhohe Sturmfluten und schwerer Regen im Nordwesten des Bundesstaates.

So dürfte der Hurrikan „Michael“ laut Modellrechnungen weiter ziehen.
Foto: A3M

Der schwere Wirbelsturm soll am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) an Land treffen. „’Michael’ wird weiterhin stärker und ist nun fast ein gefährlicher Hurrikan der Stufe vier. Das ist ein lebensbedrohliches Ereignis für den Nordosten der Golfküste“, schreibt das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) auf Twitter. Menschen in den betroffenen Gebieten an der Westküste des südöstlichen Bundesstaates wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Das NHC warnte vor lebensbedrohlichen und mehr als dreieinhalb Metern hohen Sturmfluten und extremem Wind mit Geschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern schon bevor „Michael“ auf Land trifft. Für die Stadt Panama City Beach und in anderen tiefer gelegenen Gebieten am nordwestlichen Zipfel des Bundesstaates Florida gelten Zwangsevakuierungen. Floridas Gouverneur Rick Scott nannte den Hurrikan „monströs“. Heftiger Regen soll voraussichtlich auch in Teilen von Georgia, North und South Carolina und im Südosten von Virginia fallen. Das Auswärtige Amt schreibt in seinen Sicherheitshinweisen, dass Reisende in der Region gebeten werden, die Entwicklung zu verfolgen und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.

Notstand ausgerufen

In 35 Bezirken wurde nach Regierungsangaben vorsorglich der Notstand ausgerufen. Dies ist zunächst ein verwaltungsinterner Schritt, der den Behörden eine schnelle Reaktion erlaubt. Das Hurrikanzentrum warnte, das Wasser werde vor dem Eintreffen des Sturms steigen. Anwohner müssten sofort mit Vorbereitungen beginnen. Auch die Katastrophenschutz-Behörde Fema forderte dazu auf, nicht zu warten und die Gegenden so bald wie möglich zu verlassen.

In Teilen Mittelamerikas hat „Michael“ seine zerstörerische Kraft schon gezeigt. In San Salvador brachte er als Tropensturm starken Regen mit sich. Es kam zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Laut Medienberichten starben drei Menschen.

An der Westspitze von Kuba zog der Hurrikan am Montagnachmittag (Ortszeit) vorbei. Die Küste der westlichsten Provinz Pinar del Río wurde teilweise überschwemmt. Mehr als 125.000 Haushalte in der Region waren ohne Strom – die Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, „Granma“, sprach von jedem zweiten Haushalt.

Mitte September hatte Tropensturm „Florence“ die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch „Florence“ und die Folgen des Sturms ums Leben. (dpa)

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